Gesunde (Ge-) Nüsse

Von ernährungsbewussten Menschen lange Zeit verschmäht, erlangten Nüsse in den letzten Jahren großen Ruhm. Nicht zuletzt ihren Vitaminen und Mineralstoffen wegen, sondern auch wegen der hohen Anzahl gesunder, essenzieller Fette. Durchschnittlich verzehrt jeder deutsche Bundesbürger jährlich rund 3,3 kg Nüsse. Obwohl wir fast alles als Nuss bezeichnen, was eine harte Schale und einen weichen, essbaren Kern besitzt, gehören die Nüsse unterschiedlichen, botanischen Familien an. „Echte“ Nüsse sind nur Haselnüsse und Maroni. Kokosnüsse, Mandeln und Walnüsse hingegen gehören zu den Steinfrüchten. Erdnüsse  zu den Hülsenfrüchten und Paranüsse zu den Kapselfrüchten.  Nüsse waren zu allen Zeiten weltweit ein wichtiges Nahrungsmittel.

Sie sind in vielen Ländern ein fester und traditioneller Bestandteil der Ernährungsgewohnheiten. Zum Beispiel war der Verzehr von Mandeln in der High Highsociety sehr beliebt, um allerlei Krankheiten zu heilen. Die königlichen Köche fügten beispielsweise Mandeln schweren Gerichten zu, um diese bekömmlicher zu machen. Als eine Quelle für Frieden, Gesundheit und Kraft, sahen schön die alten Römer und Griechen die Haselnuss. Man nahm nicht nur die Nuss gegen verschiedenste Gebrechen ein, sondern auch die Blätter und die Rinde der Bäume. Die Pekannuss wurde vor langer Zeit von den Indianern Amerikas verzehrt. Einen Namen hatten die Nüsse aber damals noch nicht. Erst die Spanier nannten die  Pekannüsse „Art Walnuss“ Danach gaben ihr die Franzosen den Namen „La Pacaniere“.

Vor mehr als 3500 Jahren legten die Inka ihren verstorbenen Verwandten Erdnüsse mit in die Grabstätte, damit diese im Jenseits nicht hungern mussten. Gerade im Herbst kann man zum Beispiel Haselnüsse sammeln. Nüsse sollte man zwischen 10 und 15 Grad vor allem luftdicht aufbewahren, denn sonst verlieren sie schnell ihr Aroma und hochwertigen Inhaltsstoffe. Beim Einkauf sollte man bei Nüssen in der Schale darauf achten, dass sie beim Schütteln nicht klappern. Das Klappern ist ein Hinweis darauf, dass die Nüsse alt, wenn nicht sogar verschimmelt sind. Die Finger sollte man auch von Nüssen lassen, die „speckig“ aussehen, da in ihnen wahrscheinlich schon das Fett ranzig ist. Der Verzehr würde hier zu Magen- Darm- Verstimmungen führen. Bei geschälten Nusskernen sollte darauf geachtet werden, dass die Nüsse nicht staubig aussehen. Denn das wäre ein eindeutiges Zeichen für Schimmelbefall.